Aktionen

Im Folgenden finden sie die Dokumentationen von durchgeführten Veranstaltungen sowie geplante Aktivitäten und Anregungen rund um das Themenfeld Glücksspielsucht.

Nachspielzeit

Nachspielzeit – Eine Sportwetten-Trainingseinheit

„Nachspielzeit – Eine Sportwetten-Trainingseinheit“ ist eine Präventionsveranstaltung die sich an erwachsene Mitglieder aus Thüringer Sportvereinen (Schwerpunkt Fußball) richtet. Ziel ist es im Gruppensetting über ökonomische, rechtliche, stochastische und gesundheitliche Hintergründe aufzuklären sowie mögliche Fehlschlüsse und Risiken in das Bewusstsein der Teilnehmer zu rücken. Über sachliche Informationsvermittlung und Infragestellung etablierter Annahmen wird es möglich die Standpunkte zum Thema Sportwetten zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu sortieren.

Veranstaltungsdaten:

10 bis max. 20 Teilnehmer*innen

90 Minuten Veranstaltungsdauer

Die Nutzung von Vereinsräumlichkeiten wird bevorzugt. Bitte ausreichenden Platz für Teilnehmer und Beamertechnik beachten! Der Zugang zu den Räumlichkeiten mindestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn sollte möglich sein.

Die Veranstaltung ist für Thüringer Vereine kostenfrei!

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur nüchternen Personen gestattet!

Konzept:

Martin Lawrenz – Präventionszentrum (SiT-Suchthilfe in Thüringen GmbH)

Torsten Kretschmer – Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht (fdr+ e.V.)

Der Wettmarkt

Die aus dem Inkrafttreten des Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrages (2012) folgenden augenscheinlichen Veränderungen sind die Etablierung von Sponsoring und Werbemaßnahmen der Sportwettanbieter rund um Sportveranstaltungen, vornehmlich im Profibereich und damit verbunden eine sehr hohe Medienpräsenz. Inzwischen gibt es kaum noch Vereine in den Fußball-Bundesligen, die keinen dieser Anbieter im Sponsorenportfolio aufweisen. Auch im Rahmen von Eliteveranstaltungen im Tennis oder Handball drängen sich die Werbebanner der Wettanbieter auf. Inzwischen existieren über 130 Internetseiten von Wettanbietern auf dem deutschen Markt und vorrangig im urbanen Raum finden sich rund 4500 stationäre Wettvermittlungsstellen.

Quelle: Jahresreport 2015 der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder, S. 12

Die Zielgruppe

Die ausgereiften Marketingkonzepte der Wettanbieter sprechen vorrangig Sportler und Sportinteressierte an. Zahlreiche internationale Untersuchungen zeigen relativ hohe Prävalenzraten bei männlichen Athleten in Mannschaftsportarten bezüglich der Teilnahme an Sportwetten und anderen Glückspielen. Die Unterschiede in der Glücksspielteilnahme werden auf „…die wettbewerbsorientierte Einstellung der Athleten und ihre generelle Neigung zu risikoreichem Verhalten…“ zurückgeführt. So gibt es inzwischen erste Hinweise darauf, dass Sportwettangebote nicht nur besonders häufig von Sportbegeisterten genutzt werden, sondern dass glücksspielbezogene Probleme in Sportvereinen signifikant häufiger auftreten, als in der Normalbevölkerung.

Quelle: Zielke, M., Meyer, J. (2016). The „Better Fallacy“: Zum Risikoübergang von Sportwetten zu glücksspielbezogenem Suchtverhalten in Sportvereinen. In: rausch, 5. Jahrgang, 1-2016

Das Suchtpotenzial

Verschiedene strukturelle Merkmale zeichnen dafür verantwortlich, dass Sportwetten ein mittleres, Live-Wetten sogar ein hohes Gefährdungspotenzial bezüglich dem Entstehen von glücksspielbezogenen Problemen aufweisen. So verstärkt die Sportbegeisterung Nervenkitzel und Spannung bei den Sportwettern. Die hohe Ereignisfrequenz und die Griffnähe bieten immer die Versuchung, erlittene Verluste schnell wieder ausgleichen zu wollen. Zudem sind durch flexible Einsatzhöhen grundsätzlich auch hohe Gewinne möglich. Fast-Gewinne sowie illusionäre Kontrollüberzeugungen erhöhen das Suchtpotenzial ebenso, wie eine bei Spielteilnehmer*innen zwangsläufig auftretende verzerrte Informationsverarbeitung.

Quelle: Zielke, M., Meyer, J. (2016). The „Better Fallacy“: Zum Risikoübergang von Sportwetten zu glücksspielbezogenem Suchtverhalten in Sportvereinen. In: rausch, 5. Jahrgang, 1-2016

Der Effekt

Die extensive Werbung und deren direkte Verknüpfung mit großen Sportereignissen steigern den Bekanntheitsgrad von Sportwetten als solches. Der Glücksspielcharakter mit dem entsprechend hohen Gefährdungspotenzial, gerade für sportbegeisterte junge Menschen, bleibt in der Öffentlichkeit allerdings weitgehend unbeachtet.

Aktionstag Glücksspielsucht

Seit 2010 findet in jedem Jahr an einem Tag im September der bundesweite Aktionstag Glücksspielsucht statt. An diesem Tag machen Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppe und Privatleute deutschlandweit mit diversen Aktionen auf die Gefahren des Glücksspielens aufmerksam. Ziel des Aktionstages ist es, die Allgemeinbevölkerung für das Gesellschaftsproblem Glücksspielsucht zu sensibilisieren und gleichzeitig Schwellenängste zu Suchthilfeangeboten abzubauen.

Pressemitteilung

Bundesweiter Aktionstag Glücksspielsucht am 28. September 2016

http://www.aktionstag-gluecksspielsucht.de

Website der Landeskoordinierungsstellen zum Aktionstag

OSTTHÜRINGER Zeitung - Meine Familie ist jetzt mein Hauptgewinn

Ein Betroffeneninterview, initiiert durch die Psychosoziale Beratungs- und ambulante Behandlungsstelle für Suchtkranke der Diakonie Ostthüringen in Gera

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Eisenach - Aktionswoche vom 26. - 30. September 2016

Interaktive Ausstellung Spielglück-Glücksspiel, u.a. im Kinder- und Jugendhaus des CVJM Eisenach e.V.
Ansprechpartner:
Jugendamt der Stadt Eisenach, Björn Lange
Tel: 03691/670 78 7
Suchtberatungsstelle Kompass, Gerald Böhm
Tel: 03691/745 22 58

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Jena - Infostand und Gepräche im Stadtzentrum

28.September 2016, 10.00-14.00 Uhr
Löbderstr.6 (vor INTERSPORT)
Ansprechpartnerin: Beate Preiss
Tel: 03641/44 93 22

Fachtagung „Glücksspiel und Jugendschutz“ am 07. September 2016 in Erfurt

Der Jugendschutz im Glücksspiel nimmt unserer Meinung nach in fachlichen Diskussionen einen viel zu geringen Stellenwert ein. So führten wir in Erfurt eine Fachtagung mit dem Titel „Glücksspiel und Jugendschutz“ durch. Die circa 90 Teilnehmer*innen der Veranstaltung erhielten Informationen über die aktuelle Situation des Jugendschutzes im Glücksspiel, die Handlungsbedarfe, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Aussichten und Notwendigkeiten für die Zukunft. Über die Fachvorträge hinaus gab es die Möglichkeit, in zwei themenspezifischen Workshops und einem Seminar intensiver miteinander zu arbeiten und zu diskutieren. 

Hier können Sie sich einen Überblick zu den Tagungsinhalten verschaffen. Die verfügbaren Handreichungen und Präsentationen der Referenten finden sie zum Download im PDF-Format.

Grußwort Ministerin Heike Werner

Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie

Grußwort Heiko Höttermann

LAG Kinder- und Jugendschutz in Thüringen e.V.

Jugendschutz in Zukunft

Ingo Greßler, Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Glücksspiel und Jugendschutz heute – aus juristischer Sicht betrachtet

Dr. Jürg Kasper, KLS Rechtsanwälte Köln – Erfurt

Kann der Jugendschutz im 21. Jahrhundert noch funktionieren?

Prof. Dr. Bruno W. Nikles, Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.

Jugendschutz beim Online-Glücksspiel?!

Dr. Ingo Fiedler, Universität Hamburg

Jugendschutz und Glücksspiel und die Rolle von Jugendhilfe und Schule

Heiko Höttermann, LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V.

Die Fachtagung wurde gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. durchgeführt. Sie fand Förderung durch die freundliche Unterstützung vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie.

Interaktive Ausstellung „Spielglück – Glücksspiel“

„Spielglück-Glücksspiel“ ist eine interaktive Ausstellung zum Thema Gewinnen und Verlieren, die in der schulischen und außerschulischen Präventionsarbeit angewendet werden kann, z. B. auch in Ausbildungsbetrieben oder Einrichtungen der offenen Jugendarbeit.

Das Projektangebot richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene. Es zielt zum einen darauf ab, über Glücksspiele und problematisches Glücksspielverhalten zu informieren. Zum anderen bietet es die Grundlage dafür, für Risiken und Konsequenzen des Glücksspiels zu sensibilisieren, Wertevorstellungen rund um die Thematik „Geld und Glück“ zu diskutieren und eigenes Spielverhalten zu reflektieren (sechs Stationen). Unterstützend gibt es in einem Begleitheft Anregungen zur Verwendung der Ausstellung sowie Hintergrundinformationen zum Thema „Glücksspielen“.

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SiT – Suchthilfe in Thüringen gGmbH

Präventionszentrum Erfurt
Ansprechpartner: Martin Lawrenz
Löberstraße 37 • 99096 Erfurt
Telefon: 0361 22248491
Website: http://www.praevention-info.de

Downloads zum Thema

Flyer Ausstellung

Flyer Spielglück-Glücksspiel

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