Netzwerke in Thüringen

Die Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht arbeitet intensiv am Ausbau und Erhalt  der Vernetzung unterschiedlicher Akteure und gestaltet damit aktiv das Projektumfeld mit regionalen und überregionalen Partner*innen. Für Netzwerk- und Kooperationspartner*innen veranstaltet die Fachstelle immer wieder Workshops und Vorträge. Somit ist eine hervorzuhebende Auswirkung der Netzwerkarbeit, die Wahrnehmung der Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht als kompetente Ansprechpartnerin auf ihrem Arbeitsfeld. Ebenso konnten durch das Arbeiten in Netzwerken neue Zielgruppen identifiziert und im nächsten Schritt, passgenaue Hilfen für Betroffene erbracht werden.

Netzwerk pathologisches Glücksspielen

Zur Abstimmung der einzelnen Handlungsfelder im Bereich pathologisches Glücksspielen und zur Nutzung aller Ressourcen der Thüringer Projekte wurde der Arbeitskreis “Netzwerk pathologisches Glücksspiel” gegründet. Die Geschäftsführung des Arbeitskreises liegt bei der Fachstelle GlücksSpielSucht.

Im Mittelpunkt stehen die Förderung differenzierter, aufeinander abgestimmter und sich gegenseitig ergänzender Maßnahmen zur Verbesserung der Prävention und Hilfe im Thema. Mitglieder des Arbeitskreises sind die Vertreter*innen der Projekte und Einrichtungen im Netz, Vertreter*-innen des zuständigen Fachbereiches des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Vertreterin der LIGA der freien Wohlfahrtspflege und entsprechende Fachexpertinnen und Fachexperten.

Netzwerk Schuldenprävention

Die Projektgruppe zum Netzwerk Schuldenprävention wurde im Jahr 2005, damals noch unter Federführung des TMSFG, gegründet und hatte folgende Akteure: TMSFG, TKM, Thillm, Verbraucherzentrale Thüringen, LAG Kinder- und Jugendschutz, Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung, Der Deutsche Hausfrauenbund, Thüringer Elternakademie und Sparkassen- und Giroverband. Das Ziel war und ist, den Grundstein bei jungen Menschen zu legen, um im Erwachsenenleben angemessen mit ihrem Geld umgehen zu können, Handlungskompetenz in eigenwirtschaftlichen Fragen zu erreichen und Familien zu stärken und zu unterstützen. Langfristig sollen weniger Menschen in die Schuldenfalle geraten.

Bereits von November 2001 bis April 2003 wurde in Jena (in Trägerschaft der Schuldnerberatung Jena e.V.) ein Modellprojekt zur Überschuldungsprävention erfolgreich durchgeführt. Die Ergebnisse des Modellprojekts sollten mit der Einrichtung des „Netzwerkes Schuldenprävention” 2005 thüringenweit implementiert werden. Veranstaltungen wie Fachtage und Workshops und die Bereitstellung von Material werden genutzt, um zu sensibilisieren und aufzuklären sowie Handlungskompetenz bei jungen Menschen und Familien zu erreichen. So entstand bspw. (neben anderen Vorhaben) eine Arbeitsgruppe aus dem Netzwerk, die im Jahr 2016 den Fachtag „Die digitale Verführung von Kindern, Jugendlichen – Kommerzielle Strategien im Internet und ihre Folgen“ sehr erfolgreich durchgeführt hat, der unter Beteiligung des Thillm dann im Jahr 2018 wiederholt wurde, um gezielt auch die Lehrer*innen in Thüringen anzusprechen. Weiterhin wird das Thema „Energiearme Haushalte“ mit einzelnen Mitgliedern bearbeitet. Punktuell erfolgten verschiedene Veranstaltungen auf Basis des Netzwerkes, wie bspw. die Beteiligung der Fachstelle GlückSpielSucht am Praxistag der Fachberatungsstelle im September 2018.

Die Vernetzung von Fachexpert*innen verschiedener Handlungsfelder ist dabei die professionelle Grundlage. Nur so können Themen, die zur Überschuldung führen oder damit zusammenhängen, in allen Facetten bearbeitet werden. Dies spiegelt auch die Besetzung des Netzwerkes Schuldenprävention wider, denn bis heute sind weitere Akteure aus der Thüringer Hilfelandschaft als Teilnehmende des Netzwerkes dazu gekommen. Nur so kann auch auf veränderte gesellschaftliche Situationen reagiert werden. Zudem fand ein Wechsel bei der Federführung des Netzwerkes statt, da im Jahr 2014 die Zuständigkeit für die Verbraucherinsolvenzberatung an das TMMJV übergegangen ist.

LIGA Fachberatungsstelle, 28. März 2019