Pathologische Glücksspieler*innen in der ambulanten Suchthilfe – Thüringer Bericht 2018 veröffentlicht

Dez 6, 2018

Alle Jahre wieder veröffentlicht die Thüringer Fachstelle Glücksspielsucht den aktuellen Bericht der aus den Suchtberatungsstellen dokumentierten Fälle Thüringer Glücksspieler*innen. Vor kurzem wurde der Bericht 2018 vorgelegt. Erstmalig erfolgte eine Auswertung der seit letztem Jahr neu eingeführten Zusatzblätter zum Glücksspielverhalten und zur Problematik am Ende der Betreuung.
Die Dokumentation zeigt eine gute Versorgung der Menschen hierzulande, die Beratung zur Glücksspielsucht nachfragen. Zugleich beschreibt sie erneut die zentrale Stellung der Suchtberatungsstellen in der ambulanten Versorgung von Glücksspielsüchtigen und ihren Angehörigen im Freistaat Thüringen.

Neben der persönlichen Beratung, Behandlung und Vermittlung in weiterführende Hilfen werden die ambulanten Leistungen in klientenzentrierter und übergreifend institutionsbezogener Vernetzung erbracht. Den Beratungs- und Arbeitsplan in der ambulanten Versorgung kennzeichnen ein mehrdimensionales Vorgehen und eine parallele Nutzung mehrerer Angebote. Im Vergleich zum Vorjahr konnten durch die Beratungsstellen 10,3 % mehr betroffene Thüringer versorgt werden.

Auch die Thüringer Selbsthilfegruppen nehmen einen wichtigen Platz im Hilfesystem ein. Fast jeder dritte Klient findet nach abgeschlossener ambulanter Betreuung Unterstützung in einer Sucht-Selbsthilfegruppe.

Interessierte Beratungsstellen können bei der Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht den Bericht (digital oder ausgedruckt) abfordern.

Forschung, Glücksspielsucht, pathologische Glücksspieler