Die Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder veröffentlichten im diesjährigen März ihren Jahresreport 2016. Darin ist eine ökonomische Darstellung des Glücksspielmarktes in Deutschland zu finden. Nach den Jahren 2014 und 2015 liegt nun der dritte Report vor. In diesem Zeitraum stiegen die Bruttospielerträge auf dem regulierten Glücksspielmarkt von 9.636,3 Mio. Euro (2014) auf 10.832 Mio. Euro (2016). Sämtliche Marktsegmente konnten vom Jahr 2015 auf das Jahr 2016 Zuwächse verzeichnen, so auch die zuletzt eher rückläufigen Pferde- und Sportwetten mit staatlichen Lizenzen. Die höchsten Bruttospielerträge erzielten mit 5.600 Mio. Euro die Geldgewinnspielgeräte in Spielhallen und Gaststätten und machten damit rund die Hälfte des gesamten regulierten Glücksspielmarktes aus. Wuchsen die Bruttospielerträge dieser Branche von 2014 auf 2015 um 12,8 %, konnte von 2015 auf 2016 immer noch eine gute Zuwachsrate von 5,7 % verzeichnet werden.
Auch auf dem nicht-regulierten Glücksspielmarkt erzielten sämtliche Marktsegmente höhere Bruttospielerträge. Mit 2.558 Mio. Euro generieren diese illegalen Anbieter somit 19 % der gesamten Bruttospielerträge auf dem Glücksspielmarkt. Die Online-Casinos weisen eine Zuwachsrate von 11 % beim Bruttospielertrag auf und verfügen über einen Marktanteil von 50 % am nicht-regulierten Markt. Sie sind damit das größte Segment auf diesem Markt. Die stärksten Zuwächse verzeichnen hier mit 22 % die Online-Zweitlotterien. Diese generieren nun Bruttospielerträge in Höhe von 299 Mio. Euro und damit 11,7 % auf dem behördlich erfassten, illegalen Markt.

Zusammengefasst lässt sich vor diesem Hintergrund sagen, trotz des Wehklagens über zu enge gesetzliche Beschränkungen und Auflagen, geht es der Glücksspielbranche aus wirtschaftlicher Sicht blendend. Eine Eindämmung des illegalen Marktes ist bisher nicht erfolgt.

Gemeinsame Geschäftsstelle Glücksspiel

Evaluierung Glücksspielmarkt mit Jahresreports 2014 – 2016

Glücksspielmarkt