Das Verwaltungsgericht Hannover bestätigte mit seinem Urteil vom 04. Mai 2018 die Unzulässigkeit sogenannter Live- oder Ereigniswetten. Demnach bleiben Wetten während laufender Sportereignisse, zum Beispiel auf das nächste Tor oder Restzeitwetten bei denen nur die Tore zählen, die kurz vor Spielende erzielt werden, verboten. Als einzige Ausnahme sind Wetten auf das Endergebnis zulässig.

Live- oder Ereigniswetten gelten als extrem anfällig für Manipulationen, vor allem wenn es sich um häufig eintretende und durch Spieler*innen herbeiführbare Ereignisse (nächste Gelbe Karte, nächster Einwurf usw.) handelt. Zudem bergen sie im Vergleich zu einfachen Sportwetten eine erhöhte Suchtgefahr, denn durch die Zerstückelung eines Sportereignisses in eine Vielzahl an bewettbaren Einzelereignissen sind Wetten im Sekundentakt möglich.

Hintergrund ist die Klage eines hannoverschen Buchmachers gegen zwei Zwangsgeldbescheide in Höhe von je 10.000 Euro. Dieser betreibt bundesweit Wettbüros und sieht sich gegenüber der Konkurrenz aus dem Internet benachteiligt. Der Wettanbieter kritisierte, dass in Niedersachsen nicht flächendeckend kontrolliert wird und die Online-Konkurrenz mache, was sie wolle. So geht er nun in Berufung vor das Oberverwaltungsgericht und will wegen Eingriffs in die Berufsfreiheit notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht ziehen.

Quelle: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Gericht-bestaetigt-Wettverbot-auf-Tore-und-Restspielzeit (abgerufen am 30.05.2018)

Recht, Sportwetten