Unter dem Titel „Prävention glücksspielbezogener Probleme im Jugendalter – Maßnahmen und Erfahrungen aus Deutschland“ verfasste der Bremer Psychologe Dr. Tobias Hayer einen Artikel mit bundesweitem Überblick zu aktuellen Ansätzen im Bereich der Glücksspielsuchtprävention. Der Beitrag erschien am 02. Mai 2017 im Journal „Prävention und Gesundheitsförderung“ des renommierten Springer-Verlages.

Auf Grundlage einer breit angelegten Literatur- und Internetrecherche kommt Hayer zu dem Ergebnis, dass vorrangig schulbezogene Programme existieren sowie moderne Informations- und Kommunikationstechnologien im Onlinebereich Verwendung finden. Gut differenzierte Angebote für spezifische Zielgruppen und Settings vermisst er allerdings ebenso, wie flankierende Forschungsaktivitäten zu den tatsächlichen Bedarfen an Präventionsmaßnahmen und der Wirksamkeit einzelner Methoden.

Auch aus Sicht der Thüringer Fachstelle GlücksSpielSucht ist für die passgenaue Konzeption und die Etablierung von erfolgsversprechenden Präventionsmaßnahmen wissenschaftliche Grundlagenarbeit notwendig. Die Spezifika möglicher Zielgruppen sowie die regionalen Besonderheiten des ländlich geprägten Freistaates erfordern aussagekräftige Erhebungen für den Bereich der Glücksspielsuchtprävention in Thüringen.

Die gegenwärtige Ausgabe der Zeitschrift mit dem Beitrag ist über folgenden Link zu beziehen:
http://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal/11553/PSE