Am heutigen Freitag (05.02.2021) erschien auf einem Onlineportal der (Spiel)-Automatenwirtschaft ein Artikel, welche darüber informierte, dass allen Thüringer Landtags-Abgeordneten ein sogenannter „Brandbrief“ zugestellt werden soll, welcher vor den Auswirkungen der laut einem Entwurf geplanten Änderungen des Thüringer Spielhallengesetzes warnen soll.

Laut Artikel seien folgende Änderungen geplant:

Reduktion der Geldspielgeräte von zwölf auf zehn je Spielhalle und
ein Mindestabstand von Spielhallen zu Kinder- und Jugendeinrichtungen von 200m.

Die Übernahme der sog. Öffnungsklausel aus dem Glücksspielstaatsvertrag, welche von der (Spiel)-Automatenwirtschaft gewünscht wird, findet sich wohl offenbar auch nicht im Entwurf. Diese würde den Weiterbetrieb von Mehrfachkonzessionen erlauben (mehrere Spielhallen unter einem Dach).

So ist es auch verständlich, dass die Damen und Herren nicht gerade begeistert sind.
Wir fragen uns jedoch, ob diejenigen, welche diesen Entwurf an die Lobbyist*Innen der (Spiel)-Automatenwirtschaft durchgesteckt haben, beim nächsten Mal eventuell auch die Lobbyist*Innen der Spieler*Innen- also die Suchthilfe, welche von so einem Gesetz mindestens genauso betroffen sind, mit den gleichen Informationen versorgen könnten?