Der Dritte Glücksspieländerungsstaatsvertrag ist auf den Weg gebracht. Er tritt voraussichtlich am 1. Januar 2020 in Kraft und gilt bis zum 30. Juni 2021. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der 16 Bundesländer einigten sich darin auf eine zeitlich befristete Neureglung des Sportwettenmarktes. Seit der Ministerpräsidentenkonferenz am 21. März 2019 soll mittels Umlaufverfahren die Befristung der Experimentierklausel aufgehoben und die in § 10a Abs. 3 GlüStV festgelegte Höchstzahl von 20 Sportwettkonzessionen ersatzlos gestrichen werden. Liegen bis zum 31. Dezember 2019 nicht alle Ratifizierungsurkunden vor, wird der Dritte Glücksspieländerungsstaatsvertrag gegenstandslos.

Bei dieser Einigung handelt es sich lediglich um eine Zwischenlösung. Der schwierige Teil der Debatte beginnt jetzt erst. Einige Bundesländer, darunter Hessen und Schleswig-Holstein, streben eine komplette Liberalisierung des Glücksspielmarktes an. Andere Bundesländer agieren diesbezüglich verhaltener. Vor allem geht es um ein Ende des Online-Verbotes für Glücksspiele und damit um die Legalisierung von Online-Casinos und Online-Poker-Spielen. Der hessische Innenminister Beuth (CDU) drohte bereits mit einem eigenen Landesgesetz in Hessen ab 2021, sollten sich die Länder nicht auf die Zulassung von virtuellen Roulettetischen, Online-Spielautomaten oder Live-Schaltungen in Casinos einigen können. Damit sind auch die beiden wahrscheinlichen Optionen skizziert, die für eine zukünftige Glücksspielregulierung in Deutschland in Frage kommen. Entweder einigen sich die Länder auf die Zulassung der Online-Glücksspiele ab 2021 oder die Bemühungen hinsichtlich einer Vereinheitlichung der Glücksspielgesetzgebung in Deutschland sind endgültig gescheitert.

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