Die BPJM entschied in einer mündlichen Verhandlung am 04.03.2020, die Videospiel-App „Coin Master“ und artverwandte Alternativen, nicht zu indizieren. Die Behörde begründet diesen Schritt in ihrer umfangreichen Pressemitteilung u.a. mit der Tatsache „dass die Visualisierung der Spielautomaten auch von echten Spielautomaten abweichende Elemente aufweist“. So würde „der Spielfluss immer wieder durch andere Spielhandlungen unterbrochen […] und neben dem Gewinn von Coins weitere für das Spiel relevante Alternativen gewonnen“. Trotz dieses, eher enttäuschenden Urteils, sieht auch die BPJM die Thematik von simuliertem Glücksspiel in Videospielen kritisch, weist aber darauf hin, dass es „einer grundsätzlichen Erweiterung der gefestigten und durch Rechtsprechung bestätigten Spruchpraxis der Bundesprüfstelle“ hierzu bedarf.
Die Prüfung war zuvor durch einen kritischen medienwirksamen Beitrag der TV-Satiresendung „Neo Magazin Royal“ angeschoben worden und mündete in zahlreichen Indizierungsanträgen durch Behördenmitarbeiter*innen und Pädagog*innen.

Pressemitteilung

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