Insbesondere in der Arbeit mit Glücksspieler*innen ist die Rolle des Geldes ein zentrales Thema. Die BBC-Journalistin C. Hammond hat sich mit der Psychologie des Geldes beschäftigt und ein lesenswertes Buch dazu geschrieben. Mit gut lesbaren Geschichten führt sie die Leser*innen zu Erkenntnissen, wie uns das Geld unbewusst beeinflusst, lenkt und manipuliert – das alles basierend auf der Auswertung von sage und schreibe 263 Studien. Sie sagt u.a.: „Geld verhält sich wie eine Droge und zwar nicht chemisch, sondern psychologisch“[…]“Gleichzeitig begehren wir Geld, weil es uns beim Erreichen unserer Ziele hilft.“ Das Geld wird also mit der Funktion eines Werkzeuges gesehen.
Im Buch finden sich Themen wie mentale Konten, die Entwicklung des Verhältnisses zum Geld von der Kindheit bis zum Erwachsenenleben, Glücksspieler*innen und Geld, emotionales Denken, aber auch gesellschaftskritische Aspekte. So beschreibt die Autorin z.B. die finanzielle Armut als einen Stressfaktor, der es schwer macht, kompetent mit Geld umzugehen und kritisiert die Belohnungssysteme der Investmentmanager. Abgerundet wird dies alles mit Tipps für den Alltag.

Also, wer für den Urlaub noch ein unterhaltsames und lehrreiches Buch sucht, wird bei der Autorin sicher fündig. Das Buch ist im Klett-Cotta-Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro. Die ISBN lautet: 978-3-608-96116-4.

Buch, Geld, Gesellschaftskritik, Psychologie